Advenkalender für Lehrer/innen am 7. Dezember 2016

adventkal_7dez_klIn unserem Adventkalender verbringt sich heute ein Quiz, mit dem Sie Ihr Ernährungswissen testen können:

Ernährungsquiz

Wofür sind sekundäre Pflanzenstoffe gut? Welchen positiven Nutzen hat Cholesterin? Können Sie die 15 Fragen zum Thema Ernährung richtig beantworten?

Hier geht’s zum Quiz:
https://www.gesundheit.gv.at/r/service/tools/ernaehrungsquiz/index

Für Fortgeschrittene gibt es auch noch ein Quiz zu Vitaminen & Mineralstoffen:
www.gesundheit.gv.at/r/service/tools/vitamine-quiz/index#1

Und wer mehr über Essen & Trinken in der Schule wissen möchte, kann bei unserem Schwerpunkt zum Thema nachlesen:
www.give.or.at/themen/essen-trinken-in-der-schule/

Bild: CCO über www.pixabay.com

Adventkalender für Lehrer/innen am 6. Dezember

adventkal_6dez_klHeute enthält unser Adventkalender Tipps für eines der wichtigsten Instrumente von Lehrkräften:

Die Stimme

Die Stimme von Lehrerinnen und Lehrern wird Tag für Tag stark beansprucht. Deshalb sollte sie entsprechend trainiert und gepflegt werden. Hilfreiche Übungen dafür sind:

Zischen
Zischen Sie mit dem Ausatmen abwechseln SSSSSS und SCHSCHSCHSCH. Oberkörper dabei locker, aber aufrecht halten. Tief in den Bauch einatmen, dann langsam und lang mit dem Zischlaut ausatmen.

Summen
Summen Sie! Am besten schon am Morgen oder später in den Pausen. Stellen Sie sich z.B. vor, Sie essen etwas Köstliches und summen Sie: MMMMHHHH. Oder Sie summen eine einfache Melodie – vielleicht passend zur Jahreszeit ein Advent- oder Weihnachtslied: MMMMMHHHH …

Tönen
Mit lockerem, aufrechtem Oberkörper im Stehen oder im Sitzen abwechselnd die Vokale AAAAHHH, OOOOHHH, UUUUHHH tönen.

Zungenkreisen
Die Zunge mehrmals bei locker geschlossenen Mund an der Außenseite der Zähne kreisen lassen, zuerst 3x in die eine Richtung, dann 3x in die andere Richtung. Zum Abschluss die Zunge jeweils für einige Sekunden in die eine und dann in die andere Wange drücken.

Ein guter Stand gibt Stimm-Sicherheit
Sorgen Sie beim Sprechen für einen guten, sicheren Stand. Beide Füße stehen stabil auf dem Boden. Bevor Sie zu sprechen beginnen, können Sie ein paar Mal die Zehen einkrallen und wieder entspannen. Oder Sie ziehen einige Male die Pobacken zusammen und lassen wieder locker.

Stimmpflege
In den Pausen Wasser oder Kräutertee trinken, ein Zuckerl lutschen oder Kaugummi kauen. Ein Tuch oder ein Schal sollte immer dabei sein, um bei Zugluft den Hals zu schützen.

Bildquelle: CCO/pixabay.com

Smartphones – Gefahr oder ein wichtiger Bestandteil des Erwachsenwerdens?

adult-1869430dez2016„Generation Selfie“, „Cybermobbing“ und „Sexting“ sind Schlagwörter, unter denen der Umgang Jugendlicher mit ihren Smartphones immer wieder für mediale Aufregung sorgt. Doch was wissen wir tatsächlich über Nutzungsverhalten und Medienkompetenz von jungen Menschen? Wer sich mit dem vermeintlich riskanten und unreflektierten Smartphone-Gebrauch Jugendlicher genauer auseinandersetzt, wird feststellen, dass der Umgang Jugendlicher mit Internet, Sozialen Medien & Co. nicht nur negative, sondern auch positive Seiten hat. Aktuelle Daten (für Deutschland) bieten z.B. die Basisuntersuchungen zur Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen des medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest.

Smartphones – ein multifunktioneller Begleiter
Smartphones sind mittlerweile selbstverständliche Begleiter Jugendlicher geworden, die viele Funktionen übernehmen. Zu den fünf wichtigsten zählen (vgl. DÖRING, 2014):

  • Kommunikation: Jugendliche sind in der Lage mit ihren Freunden/Freundinnen über verschiedene Dienste in Kontakt zu bleiben.
  • Unterhaltung: Neben den Klassikern wie Musik hören, Bilder anschauen oder (Online-)Spiele, gewinnen zunehmend Videos an Bedeutung, wobei YouTube-Clips besonders beliebt sind.
  • Informationsbeschaffung: Immerhin an dritter Stelle rangiert die Nutzung des Smartphones zur Informationsbeschaffung. Dazu gehören z.B. auch Lernmedien. Mehr rund um die Thematik der Nutzung von Mobilen Endgeräten im Unterricht finden Sie hier: „E-Learning 1×1. Die Basis für den erfolgreichen Einsatz von digitalen Werkzeugen und Medien in Lehr- und Lernprozessen in der Mittelstufe.“, KidZ (Lernen mit mobilen Endgeräten)
  • Organisation im Alltag: z.B. Notizen machen, Termine koordinieren, Taschenlampe, Uhr oder der Wecker benutzen.
  • Contentproduktion: Durch die Verwendung des Smartphones als Fotoapparat oder Videokamera können Bilder und Filme erstellt und bearbeitet werden.

Apps ermöglichen zudem erweiterte Funktionen, z.B. als Fitness-Coach, Ernährungsberater etc.

Beispiele für Kritik an Jugendlichen und deren Smartphonenutzung
Immer wieder taucht der Verdacht auf, dass Jugendliche keine „realen“ Freunde mehr haben, sondern nur noch virtuelle Freundschaften. Doch nach wie vor treffen sich Jugendliche in ihrer Freizeit am liebsten mit Freunden. In der Zeit dazwischen dient ihnen das Smartphone also Medium, um in Kontakt zu bleiben. Der Großteil der Freundschaften auf Facebook, in WhatsApp-Kontakten und Co. entspricht den realen Freunden und Freundinnen der Teenager. Die Möglichkeit sich rasch z.B. bei Frust, Stress oder anderen Problemen mit Freunden austauschen zu können, wird als positiv und unterstützend empfunden. Allerdings kann diese ständige Verbundenheit auch negative Auswirkungen haben:

  • wenn z.B. die erwartete Antwort nicht kommt, kann Verunsicherung auftreten.
  • wenn das Smartphone nicht aus den Augen gelassen wird, aus Angst etwas zu verpassen.

Die Medienpsychologin Nicola Döring stellt aufgrund ihrer Forschung fest, dass vor allem jene Jugendliche, die ohnehin schon gut sozial integriert und vernetzt sind, auch online die meisten Freunde, Kontakte, Follower und Fans haben. Die Expertin empfiehlt daher, besonderes Augenmerk auf unterprivilegierte Jugendliche zu richten und sie in ihrer Medienkompetenz zu unterstützen.

Mit der Bezeichnung „Generation Selfie“ wird die angebliche Selbstverliebtheit Jugendlicher kritisiert, die durch das häufig Erstellen von Selfies zum Ausdruck gebracht würde. Meist geht es bei Selfies aber um mehr als Selbstdarstellung. Die Bilder haben eine wichtige Bedeutung als Erinnerung, das Teilen von Fotos dient dazu Gemeinschaft und Zugehörigkeit zu signalisieren oder um Kontakte und Beziehungen aufrecht zu erhalten.

Für Aufregung haben in der jüngeren Vergangenheit Fälle von „Sexting“ gesorgt. Darunter versteht man das Verschicken und Tauschen von eigenen Nacktaufnahmen über Internet und Handy. Dies ist v.a. dann problematisch, wenn die Aufnahmen in falsche Hände geraten oder öffentlich im Internet landen. In der Regel werden derartige Aufnahmen von Jugendlichen allerdings im gemeinsamen Einverständnis ausgetauscht, wobei Jugendliche dies innerhalb ihrer Flirt- und Liebesbeziehungen weit weniger häufig tun als Erwachsene.

Zu den negativen Seiten von Online-Kommunikation zählt, dass sie auch eine Plattform für Ausgrenzung und Mobbing (Cybermobbing) bieten kann. In so einem Fall ist möglichst rasches Handeln und der richtige Umgang damit besonders wichtig. Mehr dazu finden Sie in unserem Themenschwerpunkt > „Kommunikation & Konfliktbewältigung“.

Eine anschauliche Erklärung bietet zu dem dieses Video: > www.handysektor.de/mediathek/videos/erklaervideo-cybermobbing.html

Fazit
Im Großen und Ganzen können Jugendlich sehr gut mit Smartphones und Co. umgehen, oftmals besser als so mancher Erwachsener. Sie sind durchaus in der Lage die Vor- und Nachteile kritisch zu beurteilen und gehen meist sehr verantwortungsvoll damit um. Eine wohlwollende und gelassene Haltung gegenüber ihrem Nutzungsverhalten ist grundsätzlich von Vorteil. Dazu gehört auch, sich selber über aktuelle Trends und Nutzerverhalten aus seriösen Quellen zu informieren.

Für Schulen lohnt es sich in die Medienerziehung ihren Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte zu investieren. Die Vermittlung digitaler Kompetenzen ist ein wesentlicher Auftrag der Medienerziehung an Schulen. Es geht dabei um Aspekte wie Verantwortung bei der Nutzung von IT, Datenschutz und Datensicherheit, Kommunikation und Kooperation im Internet, die Suche, Auswahl und Organisation von Informationen aus dem Netz sowie deren kritische Beurteilung. Einen Überblick über Kompetenzen zur Medienbildung finden Sie auch unter:  > mediamanual.at.

Weiterführende Literatur & Links

Handysektor-Pädagogenecke
Ideen, Materialien, Praxistipps und Unterrichtseinheiten zur Förderung einer bewussten, sinnvollen und kreativen Nutzung von mobilen Medien bei Kindern und Jugendlichen.

www.staysafe.at
Jugendseite von saferinternet.at zu den Themen Handy, Gaming, Instagram, WhatsApp & Co.

dein-digiscan.de
wöchentliches Medien-Update zu angesagten Apps, Social Media, digitalen Trends, You-Tube-Stars und Sicherheit

Infoset Medienkompetenz: 10 Fragen – 10 Antworten für Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, sowie Interessierte mit den Fragen zum Medienumgang von Kindern.

Schriftenreihe Medienkompetenz (Aktion Jugendschutz Baden-Württemberg)
5 Bände zu folgenden Themen: Grundrechte im digitalen Raum, Zehn Jahre Web 2.0, Die Jugendlichen – Wir wissen Bescheid, besser als ihr, Aufwachsen in digitalen Medienwelten

www.saferinternet.at/alle-themen/
Portal mit zahlreichen Informationen rund um das Thema Internet für Lehrer/innen, Eltern, Jugendliche und Seniorinnen.

Sexting – aktueller Forschungsstand und Schlussfolgerungen für die Praxis
Beitrag von Nicola Döring

Literaturquellen:
DÖRING, Nicola (2015): Smartphones, Sex und Social Media: Erwachsen werden im Digitalzeitalter. Wie Jugendlich in Deutschland mit Smartphones, APPs und Social-Media-Plattformen umgehen. In: Televizion 28/2015/1. Internationales Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI). S. 4-19.

DÖRING, Nicola (2015): Gefährliche Videoübertragung aus dem Kinderzimmer? YouNow im Faktencheck. In: Digitale Medienwelt: Werte und Verwertung. 3/2015. S. 51-58.

DÖRING, Nicola (2014): Smartphones und jugendliche Kommunikationskultur. Von Selfies, Sexting, Sport-Apps & Co. In: Zehn Jahre Web 2.0 Bilanz, Ausblick und pädagogische Herausforderungen. Aktion Jugendschutz (ajs) Landesarbeitsstelle Baden-Württemberg. S. 20-33.

Bildquelle: CCO über pixabay.com

 

 

Adventkalender für Lehrer/innen am 5. Dezember 2016

adventkal_5dez_kl

Heute enthält unser Adventkalender einen Veranstaltungstipp

Symposien der BVA
„Arbeitsplatz Schule: Gesund lehrer, gesund führen, gesund leben“

Im Frühjahr 2017 veranstaltet die Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter (BVA) in Kooperation mit der jeweiligen Pädagogischen Hochschule vier Symposien zum Thema Lehrer/innen-Gesundheit:

KLAGENFURT
Symposium „Arbeitsplatz Schule“
Lakeside Sciene & Technologypark in Klagenfurt
am 9. März 2017

GRAZ
Symposium „Arbeitsplatz Schule“
Steiermarkhof in Graz
am 30. März 2017

KREMS
Symposium „Arbeitsplatz Schule“
IMC Fachhochschule in Krems
am 27. APril 2017

WIEN
Symposium „Arbeitsplatz Schule“
C3 Convention Center in Wien
am 16. Mai 2017

Die Symposien finden jeweils in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule und den zuständigen Landesschulrat statt. Die Anmeldung läuft daher über PH-online.
Näheres zu den Veranstaltungen, alle Progamme und Anmeldeinfos unter:

http://www.bva.at/portal27/bvaportal/content?contentid=10007.770992&viewmode=content

 

Adventkalender für Lehrer/innen am 2. Dezember 2016

adventkal_2dez_klHinter Türchen Nr. 2 unseres Adventkalenders verbirgt sich eine Technik zur Deeskalation in Konfliktsituationen:

Das Torero-Prinzip

Michael Fries, Mental Coach und Kampfsportler, erklärt in diesem Kurzfilm die Torero-Methode: So wie der Torero nicht wirklich mit dem Stier kämpft, sondern geschmeidig den Angriffen ausweicht, so bedeutet auch in Konfliktsituation Nachgeben oft Stärke nicht Schwäche. Nachgiebigkeit, Neubewertung von Situationen und menschlichem Verhalten, Ausstieg aus eskalierenden Konfliktmustern – das sind hilfreiche Techniken zur Verminderung von Stress, zur Deeskalation bei Streitigkeiten und zur Prävention von verbaler und körperlicher Gewalt.

Hier geht’s zum Video (Dauer ca. 8 min), produziert vom Bildungs-TV:
https://www.youtube.com/watch?v=XczsPj2e5mU

Das nächste Türchen öffnen wir am Montag, 5. Dezember!

Adventkalender für Lehrer/innen am 1. Dezember 2016

adventkal_1dez_klHinter dem 1. Türchen unseres Adventkalenders findet sich eine ganz einfache und sanfte, aber wirkungsvolle Übung gegen leichte Verspannungen in Nacken und Schultern:

Ja – nein – vielleicht

Dauer: 1 Minute

1. Im Sitzen oder Stehen bei lockeren Schultern langsam den Kopf nach hinten absinken lassen und danach ganz langsam wieder nach vorn auf die Brust holen, so als ob Sie in Zeitlupe nicken („Ja“) würden. Dabei beim Zurücksinken des Kopfes einatmen, wenn der Kopf nach vorne sinkt ausatmen. Wenn der Kopf vorne ist, 1-2 Atemzüge dort verweilen. Die Bewegung 2x wiederholen.

2. Nun den Kopf – bei lockeren Schultern – ausatmend sanft zur rechten Schulter drehen, dort 1-2 Atemzüge lang verweilen. Einatmend wieder langsam nach vorne drehen, dann ausatmend weiter zur linken Schulter und wieder 1-2 Atemzüge lang verweilen. Dieses Kopfschütteln in Zeitlupentempo („Nein“) 2x wiederholen.

3. Jetzt sinkt der Kopf ausatmend langsam von der aufrechten Stellung in Richtung rechte Schulter. Einatmend wieder aufrichten und ausatmend den Kopf gegen die linke Schulter sinken lassen, als würden Sie übertrieben langsam ein unentschlossenes „Vielleicht“ ausdrücken. 2x wiederholen.

Den Kopf immer nur so weit bewegen, wie es sanft und ohne Druck möglich ist. Können Sie nach der Übung Veränderungen gegenüber dem Ausgangszustand wahrnehmen?

Frei nach: Lange-Schmidt (2005): minis machen’s möglich. Salzhausen. S. 86. (vergriffen)